5 Gründe, warum jedes Marketingteam ein DAM-System braucht

Digital Asset Management, kurz DAM, ist nichts Neues. Ursprünglich wurde DAM in den 1990er Jahren entwickelt und war eine Reaktion auf das rasche Wachstum des digitalen Bildvolumens und die zunehmenden Schwierigkeiten der Benutzer, einzelne Bilder zu finden. Ein Name, den der ursprüngliche Ersteller der Datei eingegeben hatte, konnte für ihn selbst sinnvoll sein, aber für andere, die das Bild verwenden wollten, war er möglicherweise unverständlich. Wenn mehrere Versionen oder Aktualisierungen eines einzelnen Bildes vorliegen, wird außerdem die Wahrscheinlichkeit erhöht, das falsche Bild zu verwenden. Durch die Zeitersparnis und die Verringerung des Fehlerpotenzials versprachen DAM-Systeme Ordnung und Effizienz für Unternehmen mit wachsenden Bibliotheken von Bildern, Illustrationen und Videos.

Die erste DAM-Lösung, Cumulus, wurde 1992 von Canto Software eingeführt. Trotz des Namens handelte es sich nicht um eine Cloud- oder Netzwerklösung, sondern um eine Anwendung für einzelne Macintosh-Computer. Neben der Verfolgung der Metadaten einer Datei wurde auch eine visuelle Miniaturansicht des Bildes zur leichteren visuellen Identifizierung erstellt und gespeichert. Seitdem haben Canto und viele andere Entwickler den Umfang und die Möglichkeiten des Digital Asset Management erweitert, die Datenbankfunktionen erheblich verbessert und ihre Systeme von rein lokalen Installationen in die Cloud verlagert.

Ohne ein zuverlässiges DAM-System können Grafikdesigner bis zu dreißig Prozent ihrer Zeit mit der Suche nach dem richtigen Bild verbringen. Das bedeutet, dass DAM für alle am Marketing Beteiligten, von Category Managern und Produktionsleitern bis hin zu Grafikdesignern, kein “nice to have” ist. Hier sind fünf gute Gründe, warum jedes Marketingteam ein DAM braucht.

1. Assets sind leicht zu teilen, aber schwer aufzufinden

Mit Social Media haben wir gelernt, wie einfach es ist, Bilder und Videos zu teilen, oft mit URLs, Anhängen und Dateitransferdiensten wie DropBox. Aber dieser Komfort im Transfer führt oft zu einer Vervielfachung der Assets. Ohne DAM wird es für Marketingteams gerade unter Zeitdruck immer schwieriger, das richtiger Asset zu finden, wenn der Ablage keine geordnete Struktur zugrunde liegt.

2. Dateien mit mehreren Eigentümern können ein Versionschaos verursachen

Sehr oft durchläuft ein Bild mehrere Überarbeitungszyklen durch verschiedene Ersteller und Grafikdesigner. Infolgedessen kann jede Produktaufnahme Dutzende verschiedener Versionen haben, die in der Marketingabteilung zirkulieren. Ohne ein DAM-System, das für Ordnung sorgt und sicherstellt, dass die aktuelle Version im endgültigen Prospekt oder in der Webanzeige landet, steigt die Gefahr von Produktionsfehlern exponentiell an.

3. Inkonsistente oder nicht genehmigte Marken-Assets sind kostspielig

Auf dem heutigen hart umkämpften Markt müssen Einzelhändler sicherstellen, dass ihre Multichannel-Kampagnen bei ihren aktuellen und potenziellen Kunden auf Resonanz stoßen. Dies erfordert eine visuelle Konsistenz nicht nur mit der Marke des Einzelhändlers, sondern auch mit der von erkennbaren Verbraucherprodukten. Ein Look, der nicht zur Marke passt kann dazu führen, dass sich ein Kunde anderswo umsieht, was zu Umsatzeinbußen führen kann. Ebenso erfordern beispielsweise lizensierte Bilder oft einen strengen Genehmigungsprozess, der die Prüfung der Lizenz auf Verwendungszeitraum, -zweck und -medium einschließt. Ohne ein effektives DAM-System zur Überwachung der Konsistenz und der Lizenzen kann ein Grafikdesigner leicht versehentlich ein nicht genehmigtes Bild verwenden und damit die Beziehungen zum Hersteller gefährden oder es können sich rechtliche Konsequenzen ergeben.

4. Insellösungen verlangsamen die Produktion

DAM-Systeme allein können nicht jeden Aspekt der Marketingaktivitäten im Einzelhandel unterstützen. Sie sind zwar wichtig, aber nur ein Teil einer umfassenden Workflow-Lösung. So sind Einzelhändler beispielsweise stark auf Produktinformationsmanagement-Systeme (PIM) angewiesen, um alle Produktdaten zu speichern und zu verwalten. Darüber hinaus gibt es separate Datenbanken für Produktpreise (und regionale oder verkaufsfördernde Preisvariationen), den Bestand und die Verkaufshistorie. Wenn DAM-, PIM- und andere Systeme nicht zweckmäßig integriert sind, verschwenden die Marketingteams viel Zeit damit, alle Teile zusammenzufügen. Sie werden keine Zeit haben, um effektive Kampagnen für eine ständig wachsende Anzahl von Kanälen und deren regionalen Varianten zu erstellen. Das LAGO-System von Comosoft ist einzigartig positioniert, um all diese Datenquellen zu kombinieren und ihre kombinierten Daten den Marketingmanagern und Grafikdesignern zur Verfügung zu stellen.

5. Kollaboration ist wichtiger denn je

Da die meisten Unternehmen eher größer und komplexer werden, wächst auch der Bedarf an Zusammenarbeit schneller als je zuvor. Marketingabteilungen müssen mit Herstellern, verschiedenen internen Abteilungen und Entscheidungsträgern innerhalb des Unternehmens zusammenarbeiten. Die Proofing- und Genehmigungszyklen müssen über verschiedene Kanäle und regionale Unterschiede hinweg eingehalten werden. Ein leistungsstarkes DAM-System, das mit PIM, kollaborativem Proofing und webbasierter Freigabe integriert ist, macht diese Zusammenarbeit zur praktischen Realität.

Füge alles zusammen

Moderne Marketingteams müssen den Übergang von isolierten Altsystemen zu einem zentralisierten DAM schaffen, das eng mit PIM und anderen wichtigen Datenquellen integriert ist, um effektive Workflows zu erstellen. Auf diese Weise können Category Manager, Produktionsleiter und Grafikdesign-Teams ihre Abläufe skalieren, um Multichannel-Kampagnen zu erstellen, die auf jede Region und Zielgruppe zugeschnitten sind. Comosoft LAGO ist eine solche wertvolle Lösung.

LAGO ermöglicht es Marketing- und Produktplanern, ihre Daten optimal zu nutzen, um effektive Kampagnen zu planen – unter Verwendung einer Whiteboard-Anwendung und anderer Tools. Anschließend werden diese Planungsentscheidungen an Grafikdesigner weitergegeben, die unser Layout-Plug-in für Adobe InDesign verwenden, um visuell ansprechende Kampagnenmaterialien zu erstellen, wobei die aktuellen Daten aus ihren integrierten DAM- und PIM-Systemen verwendet werden. Es ermöglicht ihnen auch, separate Versionen jedes Teils zu erstellen, ohne das Rad für jede Version „neu erfinden“ zu müssen. Schließlich können die Ergebnisse einer Kampagne – bis hin zum Erfolg eines einzelnen vorgestellten Produkts – nachverfolgt und für die Planung der nächsten Aktion verwendet werden.

Digital Asset Management ist ein wesentlicher Baustein für jede moderne Marketingabteilung, aber es kann nicht alleinstehen. Wenn es mit anderen wichtigen Systemen integriert wird, kann es eine erfolgreiche Multichannel-Präsenz für das einundzwanzigste Jahrhundert ermöglichen.