Von Regal bis Reel: Wie Retailer kanalübergreifend Content orchestrieren – Trends, Herausforderungen und Best Practices für 2026
Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Handel verschwimmen zunehmend. Kunden erwarten nahtlose Erlebnisse – ob im stationären Geschäft, auf Social Media oder im E-Commerce. Für Retailer bedeutet das: Content muss kanalübergreifend gedacht, produziert und gesteuert werden. Doch wie gelingt diese Orchestrierung in einer Zeit, die von neuen Technologien, Krisen und sich ständig ändernden Konsumentenverhalten geprägt ist?
Moderne Marketing-Teams können mit Hilfe von Digital Catalog Software und smarten Omnichannel-Strategien Content effizient steuern – von der Produktpräsentation im Regal bis zur viralen TikTok-Kampagne. Außerdem: Aktuelle Trends, Herausforderungen und Best Practices für 2026.
Warum Omnichannel für Marketingteams strategisch entscheidend ist
Content-Orchestrierung beschreibt den zentralisierten, strategischen Einsatz von Inhalten über alle Kanäle hinweg – von der Website über Social Media bis hin zum Point of Sale. Ziel ist es, konsistente Markenerlebnisse zu schaffen und gleichzeitig die Effizienz zu steigern.
Warum ist das heute wichtiger denn je?
- Konsumenten nutzen durchschnittlich über 6 Touchpoints vor einem Kauf.
- 73% der Kunden erwarten personalisierte Inhalte.
- Krisen wie Lieferengpässe oder Inflation erfordern flexible, schnell anpassbare Content-Strategien.
Aktuelle Branchenstudien zeigen:
- Omnichannel-Kund:innen geben durchschnittlich 1,5-mal mehr Geld aus als reine Online- oder Offline-Käufer.
- Unternehmen mit starken Omnichannel-Strategien können bis zu 89 % ihrer Kund:innen halten.
- Immer mehr Käufer informieren sich online und kaufen anschließend im Geschäft – ein Verhalten, das als ROPO-Effekt („Research Online, Purchase Offline“) bekannt ist.
Für Marketing bedeutet das:
Content muss gleichzeitig im Store, im Online-Shop, in Social Media, im Newsletter und in Apps funktionieren.
Wie funktioniert Digital Catalog Software? Eine einfache Erklärung für moderne Marketingteams
Eine Digital Catalog Software basiert in der Regel auf einer zentralen Produktdatenbank, in der sämtliche relevanten Produktinformationen – wie Titel, Beschreibungen, Preise, Varianten oder Bilder – strukturiert gespeichert und verwaltet werden. Diese zentrale Datenquelle dient als „Central data source“ für alle Marketing- und Vertriebskanäle. Gleichzeitig wird die Katalogsoftware häufig mit bestehenden Systemen wie Product Information Management (PIM), Digital Asset Management (DAM) oder Content Management Systemen (CMS) integriert. Plattformen wie LAGO von Comosoft GmbH ermöglichen es beispielsweise Produktdaten und Medienassets (in unzähligen Varianten – Sprache/Region) in einer gemeinsamen Umgebung zu bündeln, sodass Marketingteams Inhalte effizient verwalten, planen, aktualisieren und kanalübergreifend ausspielen können.
Digital Catalog Software ersetzt traditionelle PDF- oder Printkataloge durch dynamische, datenbasierte Produktkataloge, die automatisch in verschiedenen Kanälen ausgespielt werden können.
Beispiele für KI-Anwendungen im Marketing:
- automatisierte Produktbeschreibungen
- generierte Kampagnenbilder
- personalisierte Empfehlungen
- AI-basierte Produktsuche
- verbessertes Ranking bei Suchmaschinen

Hyper-Personalisierung und KI
Künstliche Intelligenz (KI) ist kein Trend mehr, sondern Standard. 86 % der Unternehmen setzen KI ein, um Inhalte zu personalisieren und Kaufprozesse zu automatisieren. Doch die Herausforderung: Wie bleibt der Content authentisch und markenkonform? Nur 27 % der Creator-Inhalte sind stark mit der Marke verknüpft – hier liegt enormes Potenzial für Retailer, die KI strategisch einsetzen.
Praxisbeispiel: Vom Printkatalog zur Omnichannel-Plattform
Ein regionaler Lebensmittelhändler mit mehr als 300 Filialen wählte eine Region aus und erstellte mit Hilfe des Comosoft LAGO-Systems eine spezielle Version seines wöchentlichen Werbeprospekts, die während eines zehnwöchigen Testzeitraums optimiert werden sollte.
Der KI-basierte Planungsansatz führte zu einer Steigerung des wöchentlichen Umsatzes und zu einem Gewinnwachstum von 8 %(EBITA).
Fazit: Die Zukunft gehört den Orchestrierern
Die kanalübergreifende Content-Orchestrierung ist kein Trend, sondern eine Notwendigkeit für Retailer, die im Wettbewerb bestehen wollen. Mit den richtigen Tools – allen voran Digital Catalog Software – und einer klaren Strategie können Unternehmen konsistente, relevante und effiziente Markenerlebnisse schaffen.
Die gute Nachricht: Die Technologie ist da. Jetzt geht es darum, sie klug einzusetzen – und die Teams mitzunehmen.