Marketing-Trends 2026: Strategien, Systeme & Workflows mit PIM & DAM

In einem zunehmend fragmentierten Handelsumfeld gewinnen nicht die lautesten Marken, sondern die verlässlichsten. Kunden orientieren sich an Klarheit, Nachvollziehbarkeit und Konsistenz – über alle Kanäle hinweg. Diese Verlässlichkeit ist kein Kommunikationsversprechen, sondern das Ergebnis sauberer Daten, intelligenter Systeme und klar definierter Prozesse.

Vertrauen im Handel ist heute eine Frage der Systemlandschaft. Inkonsistente Preise, widersprüchliche Produktdaten oder nicht verfügbare Angebote führen unmittelbar zu Kaufabbrüchen. Wer hingegen auf saubere Datenmodelle, integrierte Plattformen und durchgängige Prozesse setzt, schafft Transparenz – und damit einen messbaren Wettbewerbsvorteil entlang der gesamten Customer Journey.

Zero-Friktion“-Erlebnisse werden kaufentscheidend

In 2026 wird nicht mehr die beste Kampagne gewinnen – sondern die reibungsloseste Erfahrung

Zero-Friktion bedeutet:
    • Kein doppeltes Einloggen
    • Keine Medienbrüche
    • Keine widersprüchlichen Infos
    • Keine nicht verfügbaren Produkte trotz Werbung
    • Keine Preisabweichungen zwischen Kanälen
Multichannel-Software übernimmt:
    • Warenbestands-Synchronisierung
    • Echtzeit-Preisabgleiche
    • Verfügbarkeitsprüfung pro Kunde & Standort
    • Lieferfähigkeitslogik pro Kanal

CX wird operativ-technisch entschieden, nicht mehr nur kreativ.

Hybrid-Print: Print + Digital verschmelzen noch stärker — „Smart Print“

  • Gedruckte Kataloge, Flyer oder Prospekte werden zunehmend mit digitalen Elementen kombiniert — z. B. QR-Codes, personalisierte URLs, NFC oder Web-AR, um Kunden nahtlos vom Print in die Online-/Omni-Channel-Welt zu führen.

  • Händler nutzen Print als Einstiegspunkt — mit haptischer (physischer) Wirkung — und ermöglichen gleichzeitig Echtzeit-Interaktion, Produktinfos, „Click & Collect“-Alternativen oder Online-Rabatte via Smartphone.

  • Vorteil: Print behält seine emotionale & sinnliche Kraft, verliert aber seine Starrheit — und wird Teil eines flexiblen, datengetriebenen Gesamtansatzes.

Digital Signage & In-Store Media als zentraler Partner — Print als ergänzendes Instrument

2026 wird sich der Trend von statischen Displays abwenden: Digitale, interaktive Bildschirme, Touch-Kioske oder LED-Wände im Laden dominieren laut Prognosen. Werbung am Point of Sale (POS) wird wichtiger: Dynamische Displays, die Angebote, Aktionen oder Produktempfehlungen in Echtzeit anzeigen — in Kombination mit Printanzeigen, die z. B. als Gutschein oder Rabatt-Coupon fungieren. Print kann als „Trigger“ dienen — etwa ein Flyer mit QR-Code, der auf ein In-Store-Display verweist oder exklusive Aktionen aktivierbar macht.

Personalisierung und datengetriebene Ansprache auf neuem Level

Während bereits 2024 Personalisierung im Print eine große Rolle spielte, wird dieser Trend 2026 durch KI und bessere Datenanalyse noch stärker — also individuell zugeschnittene Mailings, personalisierte Angebotsblätter, standortspezifisches Marketing, usw. Durch Verknüpfung von Daten aus Online-Käufen, Kundenkarten, In-Store-Verhalten und CRM können Händler sehr genau targeten und Print als personalisierte, wertschätzende Kommunikation einsetzen — mit höherer Conversion-Chance.

In der Personalisierung steckt viel Kraft. Die Verbraucher:innen haben bereits eine starke emotionale Bindung zu einer greifbaren Botschaft, die sie erhalten und in der Hand halten können. Wenn Einzelhändler:innen jedoch die Wirkung von Direktwerbung mit Personalisierung durch Kundendaten, individuelle Grüße und Produktempfehlungen kombinieren, wird diese Verbindung noch verstärkt. Personalisiertes Direktmarketing führt zu 135 Prozent höheren Konvertierungsrate.

Kund:innen fühlen sich wertgeschätzt und bevorzugt, wenn sie eine Nachricht von einer Marke erhalten, die speziell für sie bestimmt ist. Vielleicht ist das der Grund, warum 75 Prozent der Millennials angeben, dass sie sich besonders fühlen, wenn sie persönliche Direktwerbung erhalten – und das hat etwas sehr starkes an sich. Mit den Fortschritten bei den Publishing-Lösungen sind personalisierte gedruckte Marketingmaterialien gut machbar. Die Personalisierung kann eine einfache und kostengünstige Möglichkeit sein, die Beziehung zwischen Einzelhändler:innen und Verbraucher:innen zu stärken. Sie kann Anpassungen für den Standort, branchenbezogenes Marketing und sogar Kunden:innen-Retargeting umfassen – was früher aufgrund hoher Druckkosten nicht finanziell realisierbar war.

Versionierung, Lokalisierung & Personalisierung werden 2026 systemisch gelöst

Bis 2026 wird es für Unternehmen nicht mehr praktikabel sein, mit manuell gepflegten Varianten von Marketing- und Produktinhalten zu arbeiten. Die wachsende Anzahl an Kanälen, Märkten, Sprachen, Zielgruppen und Touchpoints führt zu einer exponentiellen Zunahme an Versionen. Was heute noch über individuelle Layouts, Kopien von Dokumenten oder manuelle Abstimmungen gelöst wird, stößt in Zukunft endgültig an seine Grenzen.

Stattdessen entwickeln sich Versionierung, Lokalisierung und Personalisierung zu systemisch gesteuerten Kernfunktionen moderner Marketing- und Content-Plattformen. Inhalte entstehen 2026 nicht mehr als einzelne, statische Masterdokumente, sondern als regelbasierte Content-Architekturen. Auf Basis zentraler Datenmodelle aus PIM-, DAM- und Kampagnensystemen erzeugen intelligente Systeme automatisch die jeweils passende Variante – für Land, Sprache, Zielgruppe, Kanal, Preissegment oder rechtlichen Rahmen.

Lokalisierung wird dabei nicht länger als nachgelagerter Übersetzungsprozess verstanden, sondern als integraler Bestandteil der Content-Logik. Regionale Sortimente, kulturelle Bildwelten, länderspezifische Claims, rechtliche Hinweise oder Preisstrukturen werden direkt aus den angebundenen Systemen gesteuert. Globale Marken behalten so ihre Konsistenz, während gleichzeitig lokale Relevanz in jedem Markt gewährleistet wird.

Print wird Teil der digitalen Experience-Logik

Customer Experience wird 2026 die operative Steuerungslogik moderner Unternehmen – Multichannel-Software ist nicht mehr Ausspielungsplattform, sondern Entscheidungsinstanz für Relevanz, Timing und Beziehung.

2026 wird Print:
    • vollständig
    • datenbasiert
    • verhaltensabhängig
    • kontextsensitiv
in die CX-Plattform integriert.

Auch Personalisierung verschiebt sich grundlegend zur Hyper-Personalisierung: Sie wird nicht mehr manuell auf Kampagnenebene konzipiert, sondern ist fester Bestandteil der Systemlogik. Marketing-Assets, Texte, Produktauswahl, Bildmotive und Preisbotschaften werden dynamisch auf Basis von Kundenprofilen, Verhaltensdaten, Nutzungssituationen und Präferenzen zusammengestellt. Aus einem einzigen Content-Set entstehen so tausende individuell zugeschnittene Ausspielungen – ohne zusätzlichen operativen Aufwand.

Der entscheidende Vorteil dieser systemischen Herangehensweise liegt in der Skalierbarkeit und Prozesssicherheit. Unternehmen vermeiden Medienbrüche, reduzieren Fehlerquellen, beschleunigen Freigabeprozesse und erhöhen zugleich die Relevanz ihrer Inhalte massiv. Versionierung, Lokalisierung und Personalisierung werden damit 2026 nicht mehr als komplexe Zusatzaufgaben wahrgenommen, sondern als automatisierte Grundfunktionen einer leistungsfähigen Multichannel-Architektur.

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